Finde Dein Badminton-Center!
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In Zusammenarbeit mit dem Breitensport- referenten des Badmintonverbandes Rheinhessen-Pfalz haben 2 pfälzische Nachwuchstrainer zu Beginn diesen Jahres eine neue Badminton Lehr-DVD auf den deutschen Markt gebracht. Durch den gut strukturierten Aufbau der DVD, der Nicht-Voraussetzung jeglichen Grundwissens sowie den zahlreichen Übungen eignet sich die DVD insbesondere für Spieler und Spielerinnen regionaler Spielklassen, sowie für engagierte Breitensportler und vor allem auch zur Unterstützung von Trainern.
Weitere Informationen, sowie Inhalte findet ihr auf der Homepage der Badminton DVD: www.badminton-dvd.de
Exklusiv für die Leser von
badminton-spielen.de haben wir eine Auswahl von 10 leckeren und gesunden Gerichten zusammengestellt. Viel Spaß beim Ausprobieren und vor allem: guten Appetit!
Exklusiv-Interview mit Jacek Hankiewicz:
„Badminton ist eine Extrem-Sportart.“
bs.de sprach mit Weltklasse-Trainer Jacek Hankiewicz über die Rolle von Physis und Psyche im Badminton.
Jacek trainiert die Hamburger Badminton-Bundesliga-Mannschaft, einige Weltklasse-Spieler in Polen sowie Nachwuchsspieler im Hamburger Olympia-Leistungszentrum – z.B. die deutsche Junioren-Meisterin Inken Wienefeld.
bs.de: Die hohe Geschwindigkeit beim Badmintonspiel verlangt dem Körper einiges ab. Du bist inzwischen 44 Jahre alt – und nicht nur ein gefragter Trainer, sondern spielst sogar ab und zu noch selbst in der Bundesliga-Mannschaft des VFL 93 Hamburg. Wie machst Du das, Jacek?
Jacek: Na ja, das ist nicht eine Frage der körperlichen Fitness. Gerade im Badminton spielen Psyche und Überblick eine riesige Rolle. Und da hilft mir natürlich die langjährige Erfahrung als Profi-Spieler und A-Trainer seit fast 15 Jahren. Aber klar, ganz ohne Training geht es auch nicht. Ich trainiere zwei bis drei mal pro Woche mit der Bundesliga-Mannschaft. Und dabei stehe ich nicht nur dabei, sondern spiele aktiv mit. Ansonsten kommt noch regelmäßiges Joggen und ein bisschen Krafttraining dazu. Aber das Wichtigste ist vielleicht, dass ich fast nur mit jungen Menschen zwischen 17 und 27 zu tun habe. Das hält einen auch selbst jung!
bs.de: Hältst Du Dich selbst für einen disziplinierten Menschen?
Jacek: Ja, ich denke schon. Ich treibe sechs Tage die Woche Sport, 40 bis 50 Stunden. Aber eigentlich mache ich das auch einfach gerne. Meine Arbeit ist sozusagen mein Hobby. Ansonsten äußert sich Disziplin für mich z. B. auch in Pünktlichkeit und Verlässlichkeit der Ansagen. Auf beides lege ich größten Wert.
bs.de: Es gibt sicherlich auch bei Dir Tage, an denen Du Dich zum Training überwinden musst? Wie setzt man sich über den inneren Schweinehund hinweg?
Jacek: Wenn Du ganz oben mitspielen willst, setzt das die Bereitschaft voraus, sich zu quälen – kontinuierlich, ohne wenn und aber. Talent ist die Eintrittskarte, reicht aber allein nicht aus. So gesehen ist der „innere Schweinehund“ etwas, das man schon bei der Grundsatzentscheidung zum Leistungssport auf diesem Niveau „in den Käfig sperren“ muss. Es wäre zu zermürbend, diesen Kampf jeden Tag kämpfen zu müssen.
Es kann mal gute Gründe geben, nicht zum Training zu gehen. Aber sobald Du beim Training bist, gibt es kein Jammern mehr, nur noch Vollgas!
bs.de: Die schnellen Richtungswechsel, die abrupten Stopps … Badminton ist eine Sportart, die nicht nur geistige und körperliche Fitness voraussetzt, sondern auch robuste Physis und starke Gelenke. Was tust Du persönlich, um leistungsfähig zu bleiben?
Jacek: In der Beziehung habe ich großes Glück gehabt. Ich habe erst sehr spät, mit 14 Jahren, angefangen Badminton zu spielen und war bereits ein Jahr später in der polnischen Nationalmannschaft. Dann habe ich bis ich 30 war ohne größere körperliche Probleme als Profi gespielt, bis ich eine schwere Knieverletzung bei einem Turnier erlitt: Innenband- und Kreuzbandriss, Meniskusverletzung, ... So ein Unfall kann natürlich immer und jedem passieren. Das ist einfach Pech. Aber gegen Probleme wie Muskelfaserrisse oder übermäßigen Gelenkknorpel-Verschleiß kann man durch geeignete Bewegungsabläufe und konsequentes Aufwärmen vor dem Spiel wirksam vorbeugen. Und auch ernährungstechnisch – bzw. im Bereich der Nahrungsergänzung – kann man ja heute sehr viel mehr zum Erhalt der Physis tun als zu meiner Zeit als Profi-Spieler. Ansonsten muss man einfach lernen auf seinen Körper zu hören, um ihn nicht vorzeitig zu verschleißen.
bs.de: Mal ehrlich: Du als ehemaliger Weltklasse-Spieler trainierst auch Youngsters. Wirst Du manchmal ungeduldig, wenn Deine Schützlinge das nicht so schnell hinbekommen, wie Du´s gerne hättest?
Jacek: Nein, damit habe ich eigentlich kein Problem. Im Leistungsportbereich gibt es klare Regeln, und jeder Einzelne bekommt regelmäßiges Feedback, wo er steht und was ich erwarte. Entsprechend verteile ich dann meine Aufmerksamkeit. Im Hobby-Bereich ist das etwas anders. Auch hier gebe ich engagierten Amateuren gelegentlich Training. Aber hier erwarte ich nicht die Bereitschaft sich zu quälen, sondern versuche, den Spaß am Spiel noch zu erhöhen. Hier steht positive Motivation im Vordergrund – ähnlich wie bei den talentierten Kids, die wir erst an den Leistungssport heranführen.
bs.de: Was gibst Du als Trainer Deinen Schützlingen mit auf den Weg gegen die unbedingte Disziplin und den absoluten Gehorsam asiatischer Nachwuchsspieler?
Jacek: Positive Motivation. Erfolg durch grenzenlosen Spaß am Spiel. Und Köpfchen – intelligentes Spiel! Dabei hilft mir, dass ich früher als Profi-Spieler immer wieder selbst alle Höhen und Tiefen in den verschiedenen Phasen eines Matches durchlebt habe – und dabei selbst gute, einfühlsame Trainer hatte.
bs.de: Zum Schluss: Wieso eigentlich ausgerechnet die Sportart Badminton? Was ist für Dich so besonders daran?
Jacek: Badminton ist eine Extrem-Sportart. Ballgeschwindigkeiten bis zu über 300 km/Std, Pulsfrequenzen am Limit, aber auch ein Spiel voller Feinheiten und Finten. Jede Sekunde ändert sich alles: Wer schafft es zuerst, den Gegner richtig zu lesen? Und wer hat mehr Spielwitz? Dabei ist Badminton gleichzeitig eine sehr saubere Sportart ohne Körperkontakt und Fouls. (lächelt:) Ist das nicht großartig?
Richtig anfangen. Schnell voran kommen.
Technik und Taktik bewusst lernen.
Fast jeder von uns hat in seiner Kindheit schon einmal Federball gespielt und von daher eine gewisse Vorstellung, was Badminton sein könnte. Trotzdem empfehlen wir jedem, der sich dieser Sportart intensiver nähern möchte, die ersten Schritte mit einem Trainer zu machen.
Auf den Punkt gebracht:
Der zentrale Bereich ist Pflicht.
Wenn ein Spieler die ganze Zeit auf der Grundlinie klebt oder permanent am Netzt lauert, sind seine Erfolgsaussichten äußerst begrenzt. Um beim Badminton nicht ausgespielt zu werden, ist es wichtig, nach jedem Schlag schnell zum so genannten “Zentralen Bereich“ des Spielfeldes zurückzukehren. Dieser Bereich liegt auf der Mittel-Linie kurz hinter der T-Linie.
Von hier ist während des Einzels eigentlich fast die gesamte eigene Spielhälfte gut zu erreichen. Man hat so alle Möglichkeiten auf Angriffe des Gegners zu reagieren oder selber Druck zu machen.
Wer einigermaßen flink auf den Beinen ist, erreicht mit wenigen Nachstellschritten vom Zentralen Bereich aus die Gebiete kurz hinter dem Netz. Und mit einigen schnellen Schritten im Rückwärtsgang sichert man die eigene Grundlinie.
Bewegung auf dem Court:
Lauf- und Nachstellschritte.
Kurze Antritte und schnelle Richtungswechsel sind Grundvoraussetzungen, um Spiele gewinnen zu können. Auf dem Court gibt es dabei grundsätzlich zwei Arten sich vorwärts zu bewegen:
- Der Laufschritt ist kraftsparend und raumgreifend, wie man es vom Joggen und Sprinten kennt. Beim Badminton ist er oft weniger geeignet.
- Der Nachstellschritt ist ein Bewegungsmuster, das man auch von Fechtern kennt. Je nach Veranlagung führt dabei das rechte oder linke Bein. Dieses darf dann während der Bewegungsabläufe nicht vom anderen Bein überholt werden. Nachstellschritte sind gerade auf kurze Distanzen schneller als Laufschritte, aber auf Dauer auch deutlich kraftaufwendiger.
Schnelles Rückwärtslaufen ist übrigens auch ein wichtiges Element, um den Court und den Gegner beherrschen zu können. Und das will gelernt sein!
Kontrolliert schlagen.
Die wichtigsten Schlagtechniken.
Anders als beim Tennis, kommt beim Badminton die Dynamik des Schlags aus dem Handgelenk – auch wenn man den ganzen Arm einsetzt.
Bei allen Schlägen vor dem Körper (Vor- und Rückhand) steht das Bein der Schlaghandseite vorne.
Bei Überkopfschlägen positioniert Ihr Euch (als Rechtshänder), indem Ihr das Gewicht nach hinten auf das rechte Bein verlagert. Der Fuß ist dabei quer gestellt. Die Schulter des Schlagarmes dreht sich nach hinten vom Ball weg. Dies ist die einleitende Ausholbewegung. Während des Schlages wird das Gewicht dann auf das linke Bein verlagert.
Schlag- und Lauftechnik müssen also gut koordiniert werden. Um dieses komplexe Thema in den Griff zu bekommen, sind anschauliche Lehrbücher wie z.B. „Tour de Badminton“ eine große Hilfe.
Erst wenn die eigenen Bewegungsabläufe weitestgehend automatisiert sind, kann man sich voll dem Gegner widmen – mit Spielüberblick und Köpfchen.





















